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Mahnwache zum Antikriegstag am 01.09.2022

Der Ortsverband Unterwesterwald veranstaltet eine Mahnwache in der Nähe des Autohof Mogendorf ab 17 Uhr, unweit des ehemaligen Bundeswehr Tanklagers.
mit Dr. Hildegard Slabik-Münter, Friedensaktivisten aus Büchel und aktiv bei den IPPNW.
Um 19:00 Uhr treffen wir uns dann in Ransbach-Baumbach im Joco Loco denn:

 

Schluß mit Krieg als Mittel der Politik

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Der Antikriegstag ist ein Tag des Erinnerns und des Mahnens:

Am 1. September 1939, vor 83 Jahren, begann der 2. Weltkrieg mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen. Wir gedenken der europaweit 60 Millionen Toten des Vernichtungskrieges und bleiben dabei das von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf.

An diesem "Antikriegstag" wird auch gegen die massiven Aufrüstung der Bundesregierung protestiert. Bekanntlich will die Bundesregierung die Rüstungsausgaben auf zweieinhalb Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung (BIP) anheben und zusätzlich werden noch 100€ Milliarden neue Schulden für Aufrüstung verschwenden. Deutschland hätte den dritthöchsten Militäretat auf der Welt! Geld das für soziale Sicherheit fehlt, soll ausgegeben werden für Kriegswaffen, die nur dann nicht-nutzlos sind wenn sie auch eingesetzt werden.
Seit den 90ern setzen unsere Bundesregierungen wieder auf Krieg als Mittel der Politik und können bis heute keine ernsthaften Erfolge dadurch vorweisen. Die Toten mahnen uns. 

Ein weiteres Problem ist das laufende nukleare Wettrüsten. Seit vielen Jahren werden auf deutschem Boden US-amerikanische Atomwaffen einsatzbereit gehalten. Die Bundesregierung versagt bislang bei der Beendigung der atomaren Abrüstung. Vielmehr boykottiert sie den UN-Vertrag zum Atomwaffen-Verbot und setzt weiter auf „nukleare Teilhabe“.

DIE LINKE sieht in einer Abrüstungs-Initiative das größte Potenzial. Ein erster Schritt wäre, dass Deutschland den Atomwaffen-Verbotsvertrag unterzeichnet. DIE LINKE fordert alle Rüstungsexporte zu verbieten, Auslandseinsätze der Bundeswehr zu beenden und keine Erhöhung der Militär-Ausgaben – sondern Abrüstung!
Einen verantwortungsvollen Beitrag für Frieden Sicherheit auf der Welt könnte die Bundesrepublik am besten mit zivilen Mitteln leisten. Statt Bomber und Kriegsschiffe müssen wir voll bezahlte Ärzte, Ingenieure und Katastrophenhelfer dorthin schicken wo sie gebraucht und gewollt werden. Wer allen hilft kann niemands Feind sein.

Der Krieg in der Ukraine ist einer von über 20 heißen Konflikten auf der Welt, seit Monaten wird uns erzählt das dort etwas gewonnen werden könnte aber was die Menschen brauchen, die den Preis für den Krieg entrichten müssen, ist eine diplomatische Offensive, keine weiteren Offensiven mit Panzern und Kanonen.

Wir brauchen endlich eine Friedenslogik in der Politik statt der vorherrschenden Kriegslogik, welche Kriegsziele formuliert und für deren Durchsetzung auf militärische Mittel setzt. 

Unsere Außenministerin warnte uns vor Kurzem vor Kriegsmüdigkeit, der Schriftsteller Karl Kraus schrieb dazu 1918:

„Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos….
Kriegsmüde hat man immer zu sein, das heißt, nicht nachdem, sondern ehe man den Krieg begonnen hat. Aus Kriegsmüdigkeit werde der Krieg nicht beendet, sondern unterlassen.” 

Der Antikriegstag am 1. September erinnert uns daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Deutschland hat eine historische Verantwortung, eine friedliche, auf Diplomatie und Deeskalation basierende Außenpolitik durchzuführen. Es gibt ein Menschenrecht auf Frieden, und wir Linken fordern die Umsetzung dieses Menschenrechts lautstark ein!