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Bericht zu Materialknappheit im Westerwald

Am 21.06 fand unsere Online Veranstaltung “Materialknappheit im Westerwald“ statt.

Materialknappheit und steigende Preise belasten Westerwälder Handwerker.

Holz ist mittlerweile fast 50% teurer wie noch im letzten Jahr. Um weiterhin wirtschaftlich zu arbeiten, sind viele Betriebe gezwungen die Verkaufspreise entsprechend anzupassen.

„Angebote müssen fast tagesaktuell gemacht werden“ so Thomas Becker, Zimmermann aus Montabaur.

Die gestiegenen Preise betreffen aber nicht nur Holz, sondern auch andere Materialen
berichtet Rolf Wanja, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald.
Auch Kunststoffe haben eine Preissteigerung von fast 40% und sind zudem oft auch schon nicht mehr zu bekommen.

Termine können nicht eingehalten werden. Das verursacht nicht nur Ärger, sondern verteuert auch die Bauprojekte.

Aber auch in den Betrieben führt das zu wirtschaftlichen Problemen und?Kurzarbeit, trotz vollen Auftragsbüchern. Insolvenzen nicht auszuschliessen.

Martin Klein, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. im Kreistag Westerwald, möchte konkret wissen: „ Was kann die Politik tun?“

Rolf Wanja: „Auch bei öffentlichen Auftraggebern bleibt diese Entwicklung nicht folgenlos.
Vertragsstrafen bei Terminverzögerungen müssen aufgehoben werden.
Sowohl die Kreishandwerkerschaft als auch Handwerkskammer und Fachverbände
haben entsprechende Gespräche mit Kommunal-, Landes- und Bundespolitik sowie weiteren
Verantwortlichen geführt. Es ist wichtig, dass diese Problematik eine große Aufmerksamkeit bekommt. Auch über die lokalen Medien wird immer wieder über das Problem berichtet,
in der Hoffnung, das Verständnis der Kunden der betroffenen Unternehmen für diese
außergewöhnliche Situation zu wecken".

Barbara Kötter (Elektro Meuer, Stahlhofen) befürchtet, dass durch Wahlkampf und Neuordnung der Bundesregierung das Problem erst viel zu spät erkannt wird. Im August/September würden gerne Schulabgänger in eine Lehre starten. Viele kleinere Betriebe sehen jedoch bedauerlicherweise durch diese nicht planbare Situation keine Möglichkeit eine Lehrstelle anzubieten.
Was dringend nötig wäre, um dem Nachwuchs- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Alle Gäste der Veranstaltung hoffen auf eine Entspannung im Laufe des Jahres aber auch auf den ein oder anderen Politiker, der sich der Problematik annimmt, um auch für die Zukunft Lösungen und Kontrollmechanismen zu entwickeln, damit eine solch katastrophale Lage nicht wieder eintreten wird.